Der seltsame Lichtblick des Herrn Pusch

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Im Artikel der Heinsberger Zeitung vom 14. Mai 2025 zum Umweltskandal in Tüddern heißt es: „Bei all den schlechten Nachrichten sei es ein Lichtblick, dass das Wasser nicht in Richtung des Ortes Tüddern fließe, sagte Pusch." Weiter wird laut Herrn Pusch berichtet: .... habe man festgestellt, dass das Grundwasser der Robert-Bosch-Straße im Tüdderner Gewerbegebiet über Millen in Richtung Niederlande fließe". Ähnlich äußerte er sich auch in seinem YouTube-Video am Montag, 12. Mai
dieses Jahres.
Der vermeintliche „Lichtblick" für die Bewohner von Tüddern ist gleichzeitig ein düsterer Ausblick für die Bewohner von Millen und möglicherweise auch für die Einwohner von Nieuwstadt (NL). Der Landrat scheint zwischen der Betroffenheit der Bürger in Tüddern und derjenigen in Millen und Nieuwstadt zu unterscheiden. Diese Unterscheidung wirkt auf den ersten Blick wie ein Versuch, die Risiken regional unterschiedlich zu gewichten oder zu relativieren. Ist das Problem weniger gravierend, wenn nun Millen von kontaminiertem Grundwasser betroffen ist, nur weil in Millen im Vergleich zu Tüddern mit 2208 Einwohnern lediglich 320 Bürger*innen leben?
Im YouTube-Video vom Montag und offenbar auch bei der Information der Presse fällt der joviale Erzählstil des Herrn Pusch auf. Die Wortwahl mit „... ich will Ihnen mal erzählen" oder „Mist" für hoch kontaminierte Erde sowie „Materialien ..., die da absolut nix zu suchen haben" und der Spruch vom Zitronenfalter empfinden viele Bewohner als unangemessen angesichts des ernsten Problems.

HW

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