Wie umweltverträglich und nachhaltig ist der Wasserstoffantrieb?
Vielleicht bin ich eine Spaßbremse, aber wenn ich den Artikel vom Spielmansszug Havert lese, kann ich als Ing nicht anders.
Die nachstehende Grafik zeigt es anschaulich, dass das E Auto gegenüber dem wasserstoffbetriebenen Auto und dem konventionellen Antrieb die Nase vorn hat.
Der Wasserstoff Antrieb ist aus energetischer Sicht pure Verschwendung.

Ganz ausführlich und verständlich ist es bei einem deutschen Automobilhersteller zu lesen:
„Ein Auto, das nur mit regenerativen Energien betrieben wird und keine schädlichen Emissionen erzeugt – das wäre aus ökologischer Sicht der Idealfall. Wie nah kommt das Brennstoffzellenauto diesem Ziel im Vergleich zu anderen Antriebsarten?
Alternative Antriebe sollen gesetzlich den Ausstoß von Schadstoffen reduzieren, insbesondere des klimaschädlichen CO2, aber auch von gesundheitsschädlichen Gasen wie den Stickoxiden. Die Abluft eines Wasserstoffautos besteht aus reinem Wasserdampf. Der Brennstoffzellenantrieb ist also lokal emissionsfrei. So hält er die Luft in den Städten sauber. Aber schont er damit zugleich das Klima?
Das hängt davon ab, unter welchen Bedingungen der Wasserstoff produziert wurde. Zur Wasserstoffherstellung benötigt man elektrische Energie. Der Strom zerlegt im Prozess der Elektrolyse Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff. Stammt der verwendete Strom aus erneuerbaren Energien, hat die Wasserstoffproduktion eine neutrale Klimabilanz. Werden hingegen fossile Brennstoffe verwendet, schlägt sich das letztlich auch negativ auf die Klimabilanz eines Wasserstoffautos nieder. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt vom verwendeten Strommix ab. Hier unterscheidet sich das Wasserstoffauto nicht von anderen Elektrofahrzeugen.
Nachteilig an der Herstellung von Wasserstoff sind die Verluste bei der Elektrolyse. Der Wirkungsgrad der gesamten Energiekette – von der Herstellung des Stroms bis zum Betreiben des Fahrzeuges – ist momentan noch nur halb so hoch wie bei einem BEV. Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus von FCEVs und BEVs, liegen sie jedoch nah beieinander
Jedoch kann der Wasserstoff zu Zeiten hergestellt werden, in denen ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Energiequellen herrscht, weil die aktuell produzierte Wind- oder Solarenergie nicht anderweitig genutzt wird. Das Potenzial hierfür ist riesig. Wasserstoff entsteht auch als Nebenprodukt bei zahlreichen industriellen Prozessen – und wird zu oft als Abfall behandelt, also nicht weiter genutzt. Hier bieten Brennstoffzellenantriebe eine Möglichkeit zum Upcycling des Wasserstoffs. Bei der Wasserstoffherstellung aus fossilen Brennstoffen gibt es zudem noch die Möglichkeit, das entstehende CO2 zu speichern („Carbon Capture and Storage“) oder sogar zu nutzen („Carbon Capture and Utilization“) – dieser Wasserstoff wird als „blauer“ Wasserstoff bezeichnet.
Zur Energiebilanz von Brennstoffzellenautos gehören auch der Transport und die Lagerung des Wasserstoffs. Je nach verwendeter Transporttechnologie (flüssig vs. gasförmig) entstehen unterschiedliche Aufwände für Kompression, Kühlung, Transport und Speicherung. Dennoch sind der Transport und die Lagerung von Wasserstoff ein gutes Stück aufwendiger und damit energieintensiver als bei Benzin oder Diesel. Im Gegensatz zu fossilen Treibstoffen lässt sich Wasserstoff aber überall herstellen, wo Strom und Wasser verfügbar sind, sogar unmittelbar an Tankstellen, wie Beispiele in Antwerpen (Belgien) und Fürholzen (Deutschland) zeigen. Eine weiter ausgebaute Infrastruktur könnte die Transportwege in Zukunft also deutlich verkürzen.
Fazit: Der Wasserstoffantrieb hat das Potenzial, eine ökologisch nachhaltige Mobilität zu ermöglichen. Voraussetzung dafür sind jedoch insbesondere die Verwendung regenerativer Energien bei der Herstellung des Wasserstoffs sowie ein Ausbau der technischen Infrastruktur, um kürzere Transportwege zu erreichen.“ /1
/1/ https://www.bmw.com/de/innovation/so-funktionieren-wasserstoffautos.html
Der effektivste und umweltfreundlichste Antrieb ist das E Auto. Ich verstehe diesen Wasserstoffaktionismus nicht. Die Westverkehr testet derzeit die ersten Busse mit Brennstoffzellen. Bald sollen damit Fahrgäste in Erkelenz, Hückelhoven und Heinsberg fahren können. Warum auf ein so uneffektives System setzen, zumal die E Busse nachts geladen werden können und der Vorteil des H2 Antriebs - schnelles Laden - bei Bussen nicht zum tragen kommt. Haben die keine Ingenieure?
Um wasserstoffbetriebene Autos zu betreiben, braucht es noch mehr Energie, noch mehr Windräder .....
UHu
weitere Quelln:
https://www.zdfheute.de/wissen/wasserstoff-autos-brennstoffzellen-antrieb-zukunft-100.html
https://www.carwow.de/ratgeber/welches-auto-passt-zu-mir/wasserstoff-elektro-oder-synthetischer-kraftstoff-welcher-alternative-antrieb-ist-der-beste
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/wasserstoffauto-oder-elektroauto-wem-gehoert-die-zukunft/#google_vignette