Tag der Deutschen Einheit 2
weitere Bilder von Heinz Eschweiler und ein paar Gedanken zum Jahrestag








35 Jahre Deutsche Einheit, ein schöner Anlass zum feiern wie die Bilder von Heinz Eschweiler zeigen. Vergleicht man den Osten Deutschlands von heute mit dem vor der Wiedervereinigung, ist unübersehbar zu sehen, dass viel passiert ist. Doch noch immer gibt es Vorbehalte gegenüber der jeweils anderen Seite. in Ost und West.
Unser Bundespräsident sagte am 1. Oktober in seiner Rede. “Erinnern wir uns vor allem an den Mut und an die Kraft derer, die 1989 für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen sind, als das wirklich Mut erforderte, und schöpfen wir daraus die Hoffnung, dass Mut und Kraft auch in die Zukunft reicht!“ Viele Ostdeutsche wählen heute nicht die etablierten Parteien, aus Enttäuschung wählen sie anders. Warum? Ein Beispiel.
Es gibt nach 35 Jahren noch einen Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland. In der Studie „Zwischen Aufbruch und Rückkehr“ untersucht das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in dessen Auftrag, was junge Menschen auf dem Land in Ostdeutschland bewegt. Es sind die gleichen Sehnsüchte und Wünsche wie im Westen. Es werden dann „tolle“ Handlungsempfehlungen gegeben wie man verhindert, dass junge Leute nicht wegziehen oder zurück kommen. Nur vergisst die Studie einen wesentlichen Grund für den Bevölkerungsschwund, die jungen Leute finden im Osten keine Arbeit und werden dort vielfach schlechter entlohnt.
In der Studie heiß es: Stärken der ländlichen Räume ausspielen
„Betreiben Menschen Hobbies mit hohem Platzbedarf, wie etwa Reiten, oder verbringen ihre Zeit gerne in der Natur, bieten ländliche Räume viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.“ ….. dann sollen sie in den Osten kommen oder bleiben. Das können sich nur Personen ausdenken, die keine Probleme haben oder die die Lage vor Ort nicht kennen. Da fühlt sich der "Ossi" vera..
Der „Ossi“ ist auch Forschungsgenstand des Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung DeZIM e.V.
In der Studie „Wer ist hier eigentlich ostdeutsch?“ heißt es:
„Bisher wird vor allem in der quantitativen Forschung die Kategorie „ostdeutsch“ als Proxi für die verschie- denen Varianten von „Ostdeutschsein“ verwendet.
Dabei konnten wir nachzeichnen, dass „ostdeutsch“ keine einheitliche, konsistente Kategorie ist, sondern unterschiedliche, zum Teil konfligierende Ausprägungen besitzt.“
Nach N. Foroutan u.a. sollte zwischen Geo-Ostdeutsch (nach Wohnort), Bio-Ostdeutsch (nach Geburtsort, Sozio-Ostdeutsch (nach Sozialisationshintergrund) Emo-Ostdeutsch (nach Selstbezeichung) unterscheiden werden.
„Nur so können eine evidenzbasierte Politik und konkrete Fördermaßnahmen entwickelt werden, um eine gerechtere und ausgewogenere Gesellschaft zu schaffen.“
Können Sie sich sowas für den Selfkant vorstellen? Wäre ja nach der Rückgliederung möglich. Nur kommt keiner mit gesundem Menschenverstand auf eine solche Idee. Das klingt fast so, als hätte man im Osten eine neue Art entdeckt.
Bis wir tatsächlich eine Einheit sind, gibt es noch viel zu tun.
UHu