Selfkant Online hatte bereits mehrfach zum Thema Umweltstraftat informiert - ein Update

Selfkant Online hatte bereits mehrfach zum Thema Umweltstraftat informiert - ein Update
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Die Zustände an der offensichtlich verseuchten Deponie im Gewerbegebiet der Robert-Bosch-Straße in Tüddern haben sich nicht gebessert. Bodenanalysen oder Luftmessungen auf der Deponie oder in der Nähe wurden bislang nicht öffentlich gemacht und die stark verunsicherte Bevölkerung wurde nicht informiert.

Aktuell wurden die Baggerarbeiten im Zusammenhang mit dem angedeuteten Abdecken des kontaminierten Materials durch die vom Landrat Pusch (Kreis Heinsberg) beauftragte Firma Schlun aus Gangelt-Niederbusch gemäß Beobachtungen der Bürger eingestellt.
Zurzeit wird offensichtlich nur eine Drainage gebaggert um das Niederschlagswasser abzuleiten. Das Niederschlagswasser und Grundwasser dürfte auf jeden Fall bis dato kontaminiert sein und gelangt wie Fotos vom Freitag letzter Woche zeigen, in die Maisfelder ggü. der illegalen Ablagerung. Mit diesem kontaminierten Mais werden dann u. U. Tiere gefüttert bzw. kontaminiertes Regenwasser gelangte bei dem Starkregen der vergangenen Wochen ins Grundwasser oder auf nachbarschaftliche Grundstücke.  Die Firma, die nach Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft das kontaminierte Material illegal abgelagert hat, ist nach unbestätigten Angaben wohl auch zahlungsunfähig. Somit bleibt der Kreis Heinsberg oder die Gemeinde Selfkant nach derzeitigem Stand womöglich auf den Entsorgungskosten sitzen.

Die Selfkänter Bevölkerung fragt sich weiterhin, ob giftige Materialien, wie Schwermetalle (siehe nicht dementierter WDR Bericht), ausgetreten sind. Wenn Schwermetalle in die Umwelt gelangen kann dies zu chronischen Vergiftungen und gesundheitlichen Schäden führen.

Direkt rechts neben der Deponie wohnen nur einige Meter entfernt Personen, die in diesem Zusammenhang auch gesundheitlich gefährdet sein könnten. Luftuntersuchungen hat es nach unserem Kenntnisstand nicht gegeben. Jedenfalls wurden diesbezüglich keine Ergebnisse veröffentlicht.

Was die Bevölkerung des Selfkants ganz massiv stört, sind die schwammigen und unklaren Aussagen des Landrats Pusch und seiner Mitarbeiter  und die Tatsache, dass detaillierte Untersuchungsergebnisse des kontaminierten Materials aus bislang nicht nachvollziehbaren Gründen nicht veröffentlicht wurden.

Es gibt mehrere offene schriftliche Anfragen z.B. von Dr. Osman Djajadisastra, Erich Hacken, Alwin Schmitz und Heinz Walther an den Kreis Heinsberg. Eine geforderte und auch angedeutete Infoveranstaltung des Landrats hat es und wird es wohl nicht geben ?

Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelte bekanntlich wegen einer Umweltstraftat und hat das Gelände vor einigen Wochen aufgrund des Verdachts der illegalen Abfallentsorgung versiegelt. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Aachen auf Abdeckung und Entwässerung des Materials wurde bislang nicht gänzlich umgesetzt.

Selfkant Online berichtet weiter.

UHu

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