Kriminalität nutzt Arglosigkeit der Verwaltung
Tüddern. Am gestrigen Montag berichtete Landrat Stephan Pusch über den aktuellen Stand bezüglich der Deponie zwischen Millen und Tüddern. Dazu gab es zunächst eine Präsentation zum Thema, die Selfkant online, sobald sie vorliegt, veröffentlicht.
Nachtrag 10:42 Uhr - Die Präsentation
Im zweiten Teil stellte sich der Landrat den Fragen des Publikums. Er verwies immer darauf, dass die Verwaltung sich genau an die Vorschriften gehalten habe und er keinem Mitarbeiter einen Vorwurf machen könne.
Ob ein Dienst genau nach Vorschrift in diesem Fall der beste Weg gewesen ist, wurde von den Fragestellern bezweifelt. Ein größeres persönliches Engagement seitens der Verwaltung auf Gemeinde- und Kreisebene hätte den entstanden Schaden mehr oder weniger minimieren können. Die von der Bevölkerung geäußerten Befürchtungen hätte man ernster nehmen müssen.
Doch für ein „Hätte - Wenn“ ist es jetzt zu spät. Der Blick in die Zukunft blieb vage. Derzeit weiß niemand wie lange der kontaminierte Boden noch im Selfkant liegen bleibt. Wer trägt die Kosten?
Offen ist, was vom Verursacher zu holen ist. Sicher ist, dass die Bürger in irgend einer Art dafür aufkommen müssen,
Etwas beruhigend ist, dass von den Erdhaufen derzeit nach Einschätzung des Kreises keine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht und ständig Kontrollen zur Lage durchgeführt werden sollen.
Am kommenden Montag wird die Fa. Schlun ihre Arbeiten fortsetzen.
Respekt für den Landrat, dass er nun endlich eine solche Bürgerveranstaltung durchgeführt hat. Doch wie sagt der Schwabe ? Ein Geschmäckle bleibt.
UHu