Der Kiebitz ruft… DICH! Denn der Kiebitz braucht Dich.

Der Kiebitz ruft… DICH!  Denn der Kiebitz braucht Dich.
Kiebitz_Altvogel_Martin Kleikamp 22

Es ist wieder soweit: Der Frühling ist da; und mit ihm kehren auch die Kiebitze aus ihren Winterquartieren zurück. In seinen Brutgebieten angekommen, steht der „Akrobat der Lüfte“ jedoch vor großen Herausforderungen, denn er benötigt für eine erfolgreiche Brut mittlerweile unsere Unterstützung. Deshalb sucht die Naturschutzstation Haus Wildenrath freiwillige Helferinnen, damit wir gemeinsam dem Vogel unter die Flügel greifen können.
Wie kannst Du uns und dem Kiebitz helfen?
Geh spazieren! Über Feldwege und entlang von Wiesen und Weiden. Entdeckst Du dabei Kiebitze, melde uns Deine Beobachtungen mit möglichst genauer Zeit- und Ortsangabe.
Gut zu wissen: Die Kiebitze sind vom Feldweg aus gut zu erkennen. Das Betreten der Äcker ist für die Beobachtung der Vögel nicht erforderlich und ist sowohl für die Vögel als auch für die dort angebaute Kultur störend.
Falls Du uns noch mehr unterstützen möchtest, freuen wir uns sehr über Deine Hilfe. Das Ziel ist, die entdeckten Kiebitzgelege zu markieren und mittels einer App zu erfassen. Die Markierung der Kiebitzgelege erfolgt in Abstimmung und mit der Unterstützung des Bauernverbandes und der Landwirtschaftskammer. Viele der hiesigen Landwirtinnen unterstützen dankenswerter Weise unsere Arbeit vor Ort.
Wie erkenne ich einen Kiebitz?
Der Kiebitz ist ein etwa taubengroßer Vogel mit einem kontrastreichen Federkleid. Es glänzt in der Sonne besonders schön in einem metallischen grün-violetten Farbton. Unverwechselbar macht ihn seine abstehende Federholle am Hinterkopf sowie sein akrobatisch-abenteuerlicher Flugstil während der Paarungszeit.
Warum müssen die Kiebitzgelege markiert werden?
Als Bodenbrüter wählt dieser Vogel überwiegend (bis zu 80 %) Äcker für sein Brutgeschäft aus. Dabei bevorzugt er die Flächen, auf denen Sommerkulturen angebaut werden, die im zeitigen Frühjahr noch unbearbeitet und wenig bewachsen sind. Denn der Vogel hat beim Brüten gerne eine freie Sicht auf mögliche Fressfeinde.
Da sich die Brutzeit jedoch mit der Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft überschneidet, wird dem Kiebitz die Ackerbewirtschaftung oftmals zum Verhängnis; leider mit dem Ergebnis, dass ca. 75 % der Erstgelege noch vor dem Schlupf durch die Bodenbearbeitung versehentlich zerstört werden. Experten schätzen, dass ohne wirksame Maßnahmen der Kiebitz bis 2030 im Kreis Heinsberg ausgestorben sein könnte.
Einfache Maßnahme mit großer Wirkung:
Um die Gelege bei der Feldarbeit verschonen zu können ist es wichtig, dass diese für die Landwirt*innen gut erkennbar sind. Hierzu werden die Gelege mit Stäben markiert. Im Folgenden können die Gelege von den landwirtschaftlichen Maschinen knapp umfahren werden. Werden 75 % der Gelege geschützt, kann der Populationsrückgang aufgehalten werden.

Interessiert? Dann nimm bitte Kontakt auf mit Anne König oder Yanick Hubers
Mail: koenig@nshw-hs.de Mail: hubers@nshw-hs.de

Foto: Kiebitz Altvogel, Martin Kleikamp 22

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