Den alten Bachverlauf verfüllen und fertig!

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Am 28.12. veröffentlichte der Kreis Heinsberg aktuelle Luftaufnahmen vom Verlauf des renaturierten Rodebachs zwischen Wehr und Tüddern und schrieb:

Rodebach zwischen Wehr und Tüddern renaturiert: Die Renaturierung des Rodebachs zwischen Wehr und Tüddern ist weit fortgeschritten. Bislang verlief der Rodebach in diesem Bereich als gerader betonierter Kanal. Durch die Renaturierung wird der Lauf von 1600 Meter auf 2600 Meter verlängert.

Der Umbau des begradigten und versiegelten Rodebachs hin zu einem naturnahen bis natürlichen sandgeprägten Tieflandbach schafft Lebensräume für gewässertypische Arten mit unterschiedlichen Lebensraumansprüchen. Außerdem verlangsamt und verstetigt sich durch den Umbau der Wasserabfluss. Es werden Retentionsbereiche geschaffen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung zunehmend knapper Wasserressourcen zu erreichen (Klimafolgenanpassung). Retentionsräume werden bei Hochwasser überflutet und senken dadurch den Wasserstand im Fluss. Durch die Maßnahme wird die europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

Die entlang des Rodebachs liegenden Moorböden (CO2-Senken) werden durch die Renaturierung wieder stärker durchfeuchtet und dadurch geschützt. Dies verhindert, dass weiteres Kohlendioxid in die Atmosphäre entweicht. Ein weiteres Ziel ist die naturnahe Gestaltung der Aue als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als Naherholungsraum für die Bevölkerung.

Baubeginn war am 16. August 2021. Die Maßnahme wird in Kürze fertiggestellt. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 500.000 Euro, wobei das Land NRW 80 Prozent der Gesamtsumme trägt. Während der Umbaumaßnahme wurden rund 20.000 Kubikmeter Boden  bewegt sowie ein Kastendurchlass für den Schwerlastverkehr und zwei Holzbrücken für Fußgänger und Fahrradfahrer gebaut. "

Das schöne Wetter vom letzten Tag des Jahres 2021 nutzend, habe ich meine Bilddokumentation auf Flickr zum Projekt ergänzt.

Die noch zu tätigenden Arbeiten beschränken sich auf die weitere Verfüllung des alten Bachbettes und „Einebnungsarbeiten“, dann ist es geschafft und die Pflanzen- und Tierwelt kann von dem neuen Areal Besitz ergreifen.

Wer sich vor Ort selbst ein Bild machen möchte, sollte nicht vergessen Gummistiefel anzuziehen.

UHu

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