900 Jahre Quirinusverehrung in Millen feierlich begangen
Mit einer feierlichen Heiligen Messe wurde am Sonntag, dem 25. Oktober, das Jubiläum der 900-jährigen Quirinusverehrung in Millen begangen. Zahlreiche Gläubige, und Gäste aus nah und fern waren zu diesem besonderen Anlass in die Pfarrkirche gekommen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt und zeugte von der großen Bedeutung, die die Verehrung des heiligen Quirinus auch heute noch besitzt.
Der Festtag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Schützenhaus, bei dem sich die Millener und die Gäste aus den verschiedenen Quirinusorten austauschen und die langjährigen Freundschaften pflegen konnten.
Anschließend wurde die Festmesse in der Kirche von Pastor Guido Helbig in Selfkant-Platt zelebriert. Als Konzelebrant und besonderer Ehrengast war Oberpfarrer Andreas Süß von der Pfarrei St. Quirin in Neuss anwesend. Die Feier verdeutlichte eindrucksvoll die jahrhundertealte Verbundenheit zwischen der Quirinusstadt Neuss und dem Wallfahrtsort Millen. Die Verwendung der heimischen Mundart verlieh dem Gottesdienst einen besonderen Charakter und unterstrich die enge Verbindung von Glauben, Heimat und Tradition.
Für die feierliche musikalische Gestaltung sorgten der Gesangverein Höngen sowie ein Bläserensemble unter der Leitung von Sjra Laeven aus Millen. Mit ihren festlichen Beiträgen verliehen sie dem Gottesdienst einen würdigen Rahmen und trugen maßgeblich zur besonderen Atmosphäre des Jubiläums bei.
Unter den Ehrengästen befanden sich die Quirinus-Schützengesellen aus Neuss mit ihrem Baas Ludger Baten. Ebenfalls vertreten waren die Quirinusfreunde aus Neuss sowie die Quirinusfreunde aus Perl an der Mosel. Ihre Anwesenheit unterstrich die enge Verbundenheit der verschiedenen Quirinusorte.
Im Anschluss an die Heilige Messe zog die Festgemeinde in einer feierlichen Prozession zum Quirinus-Kapelchen. Dort wurde der Dank für 900 Jahre gelebten Glauben und die Fürsprache des heiligen Quirinus zum Ausdruck gebracht.
Nach dem Gottesdienst stärkten sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen. Dabei bot sich ausreichend Gelegenheit für Begegnungen, Gespräche und den Austausch von Erinnerungen und Erfahrungen rund um die Quirinusverehrung.
Am Nachmittag führte Erich Hacken die Gäste durch das Haus der Westgrenze sowie die historische St.-Nikolaus-Kirche. Dabei erläuterte er die umfangreiche und bewegte Geschichte des Ortes Millen und vermittelte den Besuchern interessante Einblicke in die kulturelle und religiöse Entwicklung der Region.
Die Feierlichkeiten machten deutlich, dass die Verehrung des heiligen Quirinus weit über Millen hinaus Menschen verbindet. Besonders gepflegt wird die Quirinustradition zwischen Millen, Neuss, Perl an der Mosel, Püchersreuth in der Oberpfalz und St. Quirin in den Vogesen. Durch gegenseitige Besuche, gemeinsame Wallfahrten und persönliche Freundschaften wird diese jahrhundertealte Tradition bis heute lebendig gehalten.
Den geselligen Abschluss fand der Jubiläumstag am Abend bei leckeren Spezialitäten vom Grill. In gemütlicher Runde ließen die Gäste den ereignisreichen Tag ausklingen und genossen das Wiedersehen mit Freunden aus den verschiedenen Quirinusorten.
Das 900-jährige Jubiläum war nicht nur ein bedeutender Rückblick auf die Geschichte der Quirinusverehrung in Millen, sondern auch ein beeindruckendes Zeichen für lebendigen Glauben, gelebte Gemeinschaft und grenzüberschreitende Freundschaft. Die zahlreichen Besucher und Gäste machten deutlich, dass die Verehrung des heiligen Quirinus auch nach neun Jahrhunderten nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat und Menschen über Regionen und Landesgrenzen hinweg miteinander verbindet.
„900 Jahre Quirinusverehrung in Millen stehen für 900 Jahre Glauben, Tradition und Freundschaft. Dieses Erbe lebt bis heute in den Herzen der Menschen weiter."
EH
Bilder: Bertha Willms












